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NoBluff.net Je nach Variante bildet man eine Hand aus Karten, die den Spielern entweder verdeckt oder teils verdeckt und teils offen, durch so genannte Community-Cards (Gemeinschaftskarten) ausgeteilt werden. Ebenfalls abhängig von der Spielvariante ist, ob entweder die beste (high) oder die schlechteste Hand (low) gewinnt und wie groß die maximale und bevorzugte Spieleranzahl ist. Entwicklung und Expansion des Pokerspiels Geschichte und Etymologie Ein Pochbrett aus dem 19. Jahrhundert Ein Pochbrett aus dem 19. Jahrhundert Die Geschichte und Entstehung des Kartenspiels ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Poker ähnelt jedoch dem alten persischen Kartenspiel As Nas. Der Name Poker stammt vom französischen Spiel Poque [1], das seine Wurzeln wiederum beim deutschen Kartenspiel Poch hat. Weitere Spiele, die die Entwicklung des Pokers beeinflusst haben könnten, sind das englische Brag, das französische Bouillotte (Brelan) sowie Primero. Der englische Schauspieler Joseph Crowell berichtete seinerzeit, dass das Spiel 1829 in New Orleans mit einem Deck aus 20 Karten von vier Spielern gespielt worden ist. Die Spieler setzen dabei auf die vermeintlich beste Hand.[2] Während des Goldrausches Mitte des 19. Jahrhunderts breitete sich das Spiel rasant aus. Kurze Zeit nach dieser Ausbreitung wurde erstmals mit dem heutigen Deck aus zweiundfünfzig Karten gespielt und der Flush wurde eingeführt. Die nächsten Erweiterungen des Spiels wurden während des Sezessionskrieges durchgeführt. Die Chips fallen schließlich demjenigen Spieler mit der stärksten Hand zu, oder dem einzig Übriggebliebenen, wenn alle anderen Spieler nicht bereit sind, den von ihm vorgelegten Einsatz ebenfalls zu bringen. Dies eröffnet die Möglichkeit, durch bluffen auch mit schwachen Karten zu gewinnen. Das Ziel im Poker ist es, möglichst viele Chips von anderen Spielern zu gewinnen. So spielte man damals erstmals mit einer Straße. Auch die heutigen Varianten des Spiels wurden größtenteils damals eingeführt. Die heute weit verbreitete Variante Texas Hold'em wurde erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts gespielt.[3] In den letzten Jahren wurde das Pokerspiel, insbesondere die Variante Texas Hold'em, immer beliebter. Man spricht deshalb von einem Pokerboom. Gesellschaftliche Entwicklung Spieler auf der WSOP 2002 Spieler auf der WSOP 2002 Poker hatte lange Zeit einen sehr schlechten Ruf als reines Glücksspiel und wurde vor allem mit Kartenhaien und Falschspiel in Verbindung gebracht. Während der Entstehungszeit des Pokers im 19. Jahrhundert wurde es meist von Berufsspielern verbreitet, die Neulinge und Amateure durch überlegene Beherrschung des Spiels, teilweise aber auch durch Betrug, um ihren Einsatz brachten. Tatsächlich ist zwar die Verteilung der Karten zufällig, doch durch die freie Entscheidung der Spieler darüber, wann und wie viel sie setzen, ergibt sich eine starke strategische und auch psychologische Komponente. Gute Spieler verstehen es, durch Kenntnis der Wahrscheinlichkeiten und Beobachten der anderen Spieler schlechte Hände frühzeitig aufzugeben, Verluste gering zu halten und Gewinne zu maximieren. Bei einzelnen Turnieren, wie etwa der World Series of Poker, spielt das Glück jedoch eine wesentliche Rolle, da durch die Setzstruktur relativ kurze Spiele mit wenigen Händen erzwungen werden - mittlerweile gilt es als nahezu ausgeschlossen, dass sich ein Spieler zweimal in Folge durchsetzen kann. Trotzdem waren es diese Turniere, ebenso wie eine immer weitere Verbreitung freundschaftlicher Pokerrunden (zuerst in den USA, inzwischen zunehmend auch in Europa), die die strategischen Aspekte des Spiels bekannter und es damit salonfähig machten. In jüngster Zeit werden immer öfter Pokerturniere im Fernsehen übertragen - dadurch wird die Bekanntheit und Akzeptanz in der Bevölkerung erhöht. Dies liegt natürlich im Interesse der Online-Poker-Anbieter, die sowohl die Turniere selbst als auch die Fernsehübertragungen mitfinanzieren. Poker und Spieltheorie Hauptartikel: Spielverhalten Viele Entscheidungen im Poker lassen sich spieltheoretisch begründen. Insbesondere im Online-Poker, wo es unmöglich ist, Spielern über physische Tells anzusehen, ob sie gute Karten haben oder nicht, ist es wichtig, strategisch zu spielen. Das klassische Werk, in dem Poker spieltheoretisch analysiert wird, ist The Theory of Poker von David Sklansky.
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