10) Online Poker Profi werden


Jeder Pokerspieler kann sich dafür entscheiden, Poker-Profi zu werden. Ob es sich bezahlt macht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Da jeder Pokerspieler seine Fähigkeiten selber trainieren bzw. sich das notwendige Wissen selbst aneignen muss, darf sich auch jeder als Poker-Profi bezeichnen, wenn er sich selbst so einschätzt. Ein Diplom oder Änliches gibt es dafür nicht.

Wann wird ein Spieler zum professionellen Pokerspieler und wie kann das funktionieren?

1 Das Spiel perfektionieren

Strategien, Wahrscheinlichkeiten, Spielzüge, Spielsituationen, Psychologie und Erfahrung sind die Schlüsselelemente für ein erfolgreiches Spiel. Selbst Poker-Legenden wissen, dass man sich immer weiter verbessern kann. Diese Einstellung ist sehr nützlich. Wer glaubt, alles zu wissen ist fehleranfällig und bleibt auf seinem Niveau stehen.

Man muss immer auf dem Level spielen, das man auch schlagen kann. Es gibt gute Spieler, die sich als professionell bezeichnen, aber verlieren. Sie überspringen ein paar Levels und wollen gleich "oben" mitmischen. Aber jene Spieler, die bereits "oben" sind, sind dort schrittweise angelangt und haben nicht gleich im Olymp begonnen. Die Profis wissen genau, wo sie den größten Gewinn machen und welches Niveau sie schlagen können. Für den einen ist es Omaha PL $10/$20, für den anderen kann das Texas Hold'em Limit $3/$6 sein.

2 Die eigene Spielstatistik

Oft kann man lesen, dass sich ein Spieler erst nach mindestens 500 Stunden Pokern ein Bild von der eigenen Spielstärke machen kann. Also unter Umständen erst nach Wochen oder Monaten, je nachdem, wie oft man zum Spielen kommt. Ein Pokerspieler muss immer mit den natürlichen Schwankungen zurechtkommen, es gibt fantastische Upswings und furchtbare Downswings. Die Resultate nach 500 Stunden Pokern sind aber sehr aussagekräftig. Wenn ein Spieler nach dieser Zeit ein Plus z.B. $15.000 gemacht, dann wäre das ein durchschnittlicher "Stundenlohn" von $30. Wenn ihn das zufriedenstellt, dann kann er es natürlich in Betracht ziehen, Poker professionell zu betreiben. Poker ist ein Business, bei dem der Spieler seinen Gewinn maximieren will. Darum lohnt es sich auch, die Erfolge und Mißerfolge zu dokumentieren und analysieren.

3 Risiko-Toleranz

Die Entscheidung, ob jemand Pokerprofi werden will, wird nicht nur davon bestimmt, wie gut er spielt, sondern auch in welcher Lebenssituation er sich befindet und wie sein Verhältnis dadurch zur Risikobereitschaft aussieht. Je größer die Risiko-Toleranz, desto leichter fällt der Schritt zum professionellen Spielen.

Poker als Beruf schließt mit ein, dass der Spieler vor allem mental gerüstet sein muss, sich den ständigen Swings zu stellen. Poker ist eine Schaukel, einmal ist man oben, dann geht es wieder runter. Ein Poker Profi sein bedeutet, sich alle diese Risiken bewusst zu machen.

Wenn jemand ein Poker Profi werden will, ist die erste Frage die: wie sieht es mit deiner Risiko-Toleranz aus? Also, wieviel Risiko verträgt die gegenwärtige Lebenssituation? Ein Student z.B. wird eine erheblich höhere Risikobereitschaft haben als ein Familienvater mit Ende 30. Die anderen Faktoren wie Größe der Bankroll, finanzielle Rücklagen bzw. die eigenen Spielstatistiken, die beweisen können, ob man überhaupt das Können hat für eine Profikarriere, sind einfacher zu bestimmen.

Hohe Risikotoleranz

Ein Student zum Beispiel, der geringe Lebenskosten hat und nur für sich selber sorgen muss, hat vermutlich eine hohe Risikotoleranz. Wenig Ausgaben, und niemand ist sonst von seinem Einkommen abhängig. Eine ideale Voraussetzung, um es zu probieren. Es reicht eine kleine Reserve und die Poker-Bankroll muss nicht übermäßig hoch sein und man muss noch nicht den Skill haben, um an den Top-Limits zu gewinnen. Vernünftige Voraussetzung, um es zu wagen: Die letzten 6 Monate soll er an den $3/$6 Limits im Plus liegen. Eine Bankroll von mindestens $2000 wird empfohlen. Und idealerweise legt er noch 3 Monate Lebenskosten als Absicherung zur Seite.

Niedrige Risikotoleranz

Ein Spieler, der z.B. das Einkommen für eine Familie verdienen muss, steht vor einer anderen Ausgangssituation: Als Pokerprofi darf er nicht daran denken, dass es nicht funktionieren kann. Er ist angewiesen mit den Poker-Einnahmen alles finanzieren zu können und sollte auch noch Rücklagen als Absicherung bilden. Seine Risiko-Toleranz ist sehr niedrig. Als Pokerspieler muss er die $10/$20 Limits schlagen können, mit einer Bankroll nicht unter $15.000 spielen und als Absicherung 6 Monate Lebenskosten auf die Seite legen.

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